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„Ausgefallenes" Terrassenkonzert mit „Lisalkim“ in Steinbach

 –  Steinbach/TS., Service-Wohnen & Pflege AN DER WIESENAU

Seit einigen Wochen schränkt die Corona-Pandemie nicht nur das Leben der betagten Bewohner in den Pflegeheimen massiv ein, alle müssen sich mit dieser ungewöhnlichen Situation arrangieren und sprichwörtliche neue Wege finden und beschreiten. Auch Künstler und Musiker tun das, um ihre Kunst förmlich „an den Mann“ zu bringen. Am zweiten Sonntag im Mai sollte es für die Bewohner der avendi-Einrichtung AN DER WIESENAU in Steinbach nachmittags ein kleines musikalisches „Schmankerl“ in Form eines Terrassenkonzertes geben, Petrus konnte sich jedoch am Muttertag nicht so richtig für ein stabiles, trockenes und warmes Wetter entscheiden und so wurde das Konzert mit dem Musikduo „Lisalkim“ kurzfristig um ein paar Tage – sicherheitshalber gleich bis nach den Eisheiligen – verschoben. Jetzt wurde das Konzert nachgeholt und die Zuhörer konnten die Musiker Elisabeth Fischbach und Alkim Köker auf einer bunten und vielfältigen Reise durch die Welt der klassischen Musik begleiten.

Es erwarteten sie beliebte Opernarien, beschwingte Operettenmelodien, Musical-Evergreens und Highlights aus klassischen Konzerten, vorgetragen auf höchstem Niveau von einem brillanten musikalischen Duo aus der Rhein-Main-Region. Alkim Köker (Hornist) und Elisabeth Fischbach (Sopranistin) harmonieren nicht nur musikalisch, sondern auch privat miteinander und sind seit 2008 verheiratet. Während ihres Studiums an der Frankfurter Musikhochschule lernten sie sich kennen und treten seitdem gemeinsam auf. Beide sind diplomierte Musiker. Beide hatten solistische Engagements an großen deutschen Theatern wie Wiesbaden, Darmstadt, Regensburg und Gießen und gastierten an der Alten Oper Frankfurt. Sie konzertieren bundesweit und ihre Auftritte führten sie bereits ins Ausland (Türkei, Schweiz, Polen...). Bei ihren Projekten arbeiten Fischbach und Köker immer mit hoch qualifizierten Musikern, zum Beispiel mit der Pianistin Tomoko Ichinose (Lehrerin an der Frankfurter Musikhochschule) und dem Organisten Patrick Leidinger (Kantor an der Reformationskirche Bad Schwalbach).

Gleich zu Beginn des Konzerts in Steinbach gab es einen Satz aus einem der berühmten Hornkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart, kultiviert und nahezu schwerelos vorgetragen von Alkim Köker, leichtfüßig gingen die Melodien gleich ins Ohr der aufmerksamen Zuhörer. Der Applaus für diese Virtuosität ließ nicht lange auf sich warten. Elisabeth Fischbach, die das stimmige musikalische Programm auch selbst moderierte und hier und da bekannte Gedichte, wie zum Beispiel das bekannte Frühlings-Gedicht „Er ist’s“ von Eduard Möricke, ansprechend rezitierte, erfreute beispielsweise mit der Arie der Susanna aus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ sowie mit der beschwingten Arie der Despina aus der Oper „Così fan tutte“, wobei sie ihre Geschlechtsgenossinnen neckisch vor der Treulosigkeit der Männer warnte, kokett über die improvisierte Bühne, beziehungsweise den Weg flanierte und in ihrer Konzertgarderobe eine Augenweide bot. Den zweiten Teil des außergewöhnlichen Zaunkonzerts dominierten Operettenmelodien – Johann Strauß, Franz Lehár und auch Musicalsongs aus „My Fair Lady“ und „West Side Story“ waren zu hören. Auch hier begeisterte die Sopranistin Elisabeth Fischbach die Zuschauer immer wieder mit ihrer glockenklaren und zugleich voluminösen Stimme. Den musikalischen Abschluss des kurzweiligen Nachmittags bildete die Zugabe „Kann denn Liebe Sünde sein“, vielleicht eines der bekanntesten Lieder der unvergessenen Zarah Leander.

Das Geheimnis des Erfolgs der ungewöhnlichen Besetzung des Duos erklärt sich vielleicht durch die unterschiedlichen Charaktere: Elisabeth Fischbach beweist in wechselnden Rollen Wandlungsfähigkeit und einen frischen, schöngefärbten Sopran, bringt ihre großartige Stimme und viel von ihrem munteren Temperament ein, während ihr Ehemann Alkim Köker mit dem Horn für den gefühlvollen Part und die „Schmeicheltöne“ steht. An den charmanten Auftritt des Paars, das teils solistisch, teils im Duett auftrat und die schönen, gefällige Melodien, die einen Strauß heiterer Unterhaltung boten, werden sich die Konzertbesucher sicherlich gerne und lange erinnern. Die unmittelbaren Rückmeldungen des begeisterten Publikums auf den Terrassen an Bernhard Antony, Leiter des Sozialen Dienstes der Einrichtung, waren durchweg einheitlich positiv:

„Alle Stücke haben mir sehr gefallen.“

„Das war wunderschön.“

„Vor allem die Operetten- und Musicalmelodien haben meine Seele wunderbar emporgehoben.“

Stillvergnügt – manchmal auch summend – strebten die Konzertbesucher von den Terrassen zurück in ihre Zimmer. Auch Daniela Schöler, Pflegedienstleitung der Einrichtung, die das Konzert von einem Fenster aus verfolgt hatte, sprach anschließend entspannt, aber auch tief beeindruckt und gerührt, von einem „einzigartigen, wunderbaren Konzerterlebnis“.

Die nächsten Künstler haben sich AN DER WIESENAU – wie der Zufall es manchmal so will – bereits unmittelbar vor Beginn dieses Konzerts angemeldet. Am Dienstag, 9. Juni, können sich die Bewohner der Einrichtung um 15.30 Uhr auf das nächste Terrassenkonzert freuen. Die Kleine Oper Bad Homburg möchte mit berühmten Chanson-Melodien ihre musikalische Visitenkarte in Steinbach abgeben.