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Pflege zieht viel Energie

 –  Aktuelles

Pflegefachkraft – ein Beruf mit Zukunft, sinnstiftend und abwechslungsreich. Wohl wahr. Aber ohne Frage auch ein Beruf, der fordert – Körper und Geist.

Gebraucht zu werden und anderen helfen zu können sind sicherlich mit die schönsten Aspekte, die die Arbeit in der Pflege mit sich bringt. Kein Wunder, dass das die am häufigsten genannten Punkte sind, wenn man Pflegekräfte nach den schönen Seiten ihres Berufs fragt. Fast jeder kennt aber auch die Schattenseite: das Gefühl, nicht genug tun zu können, zu wenig Zeit zu haben. „Pflege ist eine anstrengende Sache – körperlich wie geistig“, weiß auch Allgemeinmediziner Dr. med. Hans-Martin Wörner, der einige Zeit Betriebsarzt für die avendi-Mitarbeiter im Rhein-Neckar-Raum war. „Viele Pflegekräfte haben Rückenschmerzen. Gestresst fühlen sich die meisten durch den Druck der Verantwortung gepaart mit Zeitmangel.“

Eine dauerhaft angespannte Arbeitsatmosphäre führt häufig zu Erschöpfungszuständen. Wer da nicht gegensteuert, läuft Gefahr, krank zu werden. Das Problem kennt man aber nicht nur in der Pflege. Laut DAK-Psychoreport 2019 lagen Krankmeldungen wegen Seelenleiden 2018 bundesweit auf dem dritten Platz der Krankheitsarten. Die Langzeit-Analyse zeigt, dass jeder 18. Arbeitnehmer wegen einer psychischen Erkrankung im Job fehlte und Burnout wieder etwas häufiger diagnostiziert wurde als in den Jahren zuvor. Besonders oft trifft es laut Studie ältere Arbeitnehmer und Frauen. Und die Branchen „Öffentliche Verwaltung“ sowie „Gesundheitswesen“ weisen überproportional viele Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen auf.

Erst vor kurzem hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Burnout als Syndrom eingestuft. Dieses entstehe, so heißt es, aufgrund von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werde. Aber wie verarbeitet man die Belastung „erfolgreich“? „Man muss auf sich selbst achten“, sagt Betriebsarzt Wörner. Das heißt konkret: Man benötigt vor allem einen Ausgleich in der Freizeit. Dem einen hilft Sport, der andere genießt Familie, Kultur oder zieht sich mit einem guten Buch zurück. Alles, was dafür sorgt, dass der Kopf frei wird, hilft dabei, die Akkus wieder aufzuladen. Der Beruf mag viel Energie ziehen, er darf auch mal auslaugen – doch nicht auf Dauer.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm nimmt auch die Arbeitgeber in die Verantwortung: „Sie müssen psychische Belastungen und Probleme aus der Tabuzone holen und ihren Mitarbeitern Hilfe anbieten.“ Ein Schritt, der bei avendi mit der Einstellung von Feel Good Managerin Rafaela Schmitt ein Gesicht bekommen hat. Schon lange war Geschäftsführer Patrick Weiss klar, dass den Mitarbeiter täglich seelische wie körperliche Herausforderungen begegnen und daher das Schaffen einer Wohlfühlkultur besonders wichtig ist. Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, um die körperliche Belastung in Schach zu halten, reicht schon lange nicht mehr aus. Es gilt, in den Teams Zusammenhalt und Zufriedenheit zu schaffen. Das hält die Mitarbeiter gesund und motiviert. Im Kontakt mit Rafaela Schmitt wurde seit Anfang 2018 schon manches ehemalige Tabuthema von Mitarbeitern angesprochen. Sie teilen ihr Sorgen und Schwierigkeiten in den Einrichtungen und Diensten mit. Schmitt hört zu, vermittelt, hilft dabei, Lösungen und Auswege zu erarbeiten. Patrick Weiss: „Es geht uns um Kommunikation auf Augenhöhe, Transparenz, Konfliktlösung, Reduzierung von Stress und damit letztlich um ein gutes und gesundes Betriebsklima.“ So wichtig, wie die Altenpflege für unsere Gesellschaft im demografischen Wandel ist, ein Ansatz, der hoffentlich immer mehr künftigen Azubis und Fachkräften Lust auf Pflege bei avendi macht – trotz aller Herausforderungen im Alltag.