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Heimliche Wohlfühlmanager

 –  Aktuelles

Neben den Pflegekräften bilden die Hauswirtschafter eine wichtige Säule in der Pflegebranche. Hauswirtschafterin Angelika Lichter aus dem Mannheimer LanzCarré führt hinter die Kulissen eines vielseitigen Berufes.

Frau Scheele schlüpft in eine frisch gewaschene und gebügelte Bluse. „Die riecht aber toll und fühlt sich ganz weich an“, freut sich die Bewohnerin. Plötzlich klopft es an der Tür. Hauswirtschafterin Angelika Lichter bringt ihr noch mehr ihrer Kleidungstücke aus der Reinigung zurück, unter anderem ihren Lieblingspullover. Den möchte sie am nächsten Tag für ihren Familienbesuch tragen. „Die Hauswirtschafter versuchen, uns jeden Wunsch zu erfüllen. Auch diesen habe ich wieder erfüllt bekommen“, freut sich Frau Scheele.

Wie wichtig der Hauswirtschaftsbereich für das Wohl unserer Bewohner ist, zeigt ein Blick auf die umfangreichen Aufgaben, die so unterschiedlich sind, dass sich die meisten Mitarbeiter auf einen Bereich spezialisieren. Sie sorgen beispielsweise mit für die richtige Ernährung der Bewohner und Kunden, für die Zimmer- und Wäschep?ege und die Erfüllung vieler weiterer Alltagsbedürfnisse der Bewohner. Sie sind in den Heimalltag und somit in fast alle anfallenden Arbeiten eingebunden. So sorgen sie mit stilvollen Raum- und Tischdekorationen für ein wohliges Ambiente, motivieren Bewohner zu Aktivitäten und unterstützen sie in Alltagssituationen.

Bei der Zusammenstellung des Speiseplans und des Lebensmitteleinkaufs berücksichtigen die Hauswirtschaftskräfte die unterschiedlichen Ansprüche unserer Bewohner und Kunden. Auch die richtige Lagerung, die Kalkulation und Nachbestellung von Lebensmitteln und Reinigungsprodukten behalten sie im Auge. In unseren stationären Einrichtungen erstellen sie zudem Hygiene- und Reinigungspläne und gestalten den Speiseplan Hand in Hand mit den Köchen. Unsere Hauswirtschaftskräfte sind also echte Organisationstalente. Darüber hi-naus haben sie auch ein offenes Ohr für die Menschen, die sie betreuen, wenn diese jemanden zum Reden brauchen. Eine Tatsache, die Angelika Lichter zu Beginn ihrer Ausbildung eher abschreckte. Heute ist das für sie kaum mehr vor-stellbar. Die ehemals schüchterne Hauswirtschaftskraft freut sich mittlerweile auf den regelmäßigen Austausch mit ihren Bewohnern. „Das habe ich unter anderem unserem Ausbildungsleiter Herrn Loederich und seiner Stellvertreterin Michaela Weber zu verdanken. Er brachte mir schon in der Ausbildung großes Vertrauen entgegen und übertrug mir nach meinem Abschluss gleich die Verantwortung für das Wäschelager“, erzählt sie. An dieser Aufgabe konnte sie wachsen. Hier hat sie den vollen Überblick. Sie weiß genau, welches Kleidungsstück zu welchem Bewohner gehört. Denn jedes Kleidungsstück wird von ihr mit einem Namensschild versehen. „Ich darf meine Arbeit selbst strukturieren, kann meine eigenen Ideen umsetzen und mir überlegen, wie ich am besten auf die Bewohner zugehe“, berichtet sie. Hauswirtschafts- und Ausbildungsleiter Michael Loederich hatte aber noch einen anderen Hintergedanken: Bei ihrer Aufgabe steht die Kommunikation im Vordergrund. Davor hatte die junge Frau zunächst sehr großen Respekt. Heute freut sie sich über den regelmäßigen Austausch. Sie kennt ihre Bewohner sehr gut und weiß genau, wie sie am besten mit ihnen spricht.

Angelika Lichter gehört schon seit zwei Jahren zum avendi-Team im LanzCarré. Im Sommer legte sie nach nur zwei Ausbildungsjahren ihre Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin ab. Dank klasse Leistungen, denn eigentlich dauert die Ausbildung drei Jahre. Bei einer dreijährigen Berufsausbildung zur Fachpraktikerin in der Hauswirtschaft wurde sie auf avendi aufmerksam. Sie erinnert sich gut daran: „Mein Ausbilder machte mich während meiner Fachpraktikerausbildung auf avendi aufmerksam und so bewarb ich mich damals. Ich habe es keine Minute bereut. Das Hauswirtschaftsteam ist total freundlich und sieht mich längst als Fachkraft an. Mein Team hat mir ganz viel beigebracht.

Und auch die Bewohner bringen mich weiter. Sie sind sehr anspruchsvoll, geben aber auch wertvolle Tipps. Be-sonders gut gefällt mir, dass der Alltag nie langweilig wird. Es gibt viele lustige Momente. Ein etwas dementer Bewohner fragte mich zum Beispiel mal, welche Aufgaben ich denn in diesem Schloss hätte.“ Eine Geschichte zum Schmunzeln, aber nicht immer sind die Begegnungen mit dementen Bewohnern so amüsant. „Ich muss zugegeben, dass mich der Umgang mit dementen Bewohnern zunächst ziemlich verunsichert hat“, sagt Angelika Lichter. „Eine Bewohnerin fragte mich mal nach ihrer Wäsche, die ich aber gar nicht von ihr hatte. Das versuchte ich ihr zu erklären, aber sie fragte mich immer wieder danach. Das überforderte mich.“ Hilfe erhielt sie direkt vom Haus: „Durch Schulungen habe ich wertvolle Tipps für den Umgang mit dementen Bewohnern gelernt. Auch der Austausch mit unseren P?egekräften hilft mir sehr. Wir sind im LanzCarré ein großes Team. Über alle Fachgebiete arbeiten wir sehr eng zusammen.“ „Vor allem in meinem Team habe ich eine Menge Spaß. Wenn der Trockner läuft und parallel das Radio, kommt es schon manchmal zu lustigen Missverständnissen“, lacht Angelika Lichter und ergänzt: „Es gibt aber auch sehr traurige Momente, beispielsweise, wenn ein Bewohner verstirbt. Es entsteht eine Lücke. Aber das gehört in einer P?egeeinrichtung dazu und ich habe mittlerweile gelernt, damit umzugehen.“ Dass die Aufgaben in der Hauswirt-schaft so vielfältig sind, hätte sie zu Beginn nicht gedacht: „Schon in der Ausbildung arbeitete ich auch im Service und bereitete das Frühstück sowie Zwischenmahlzeiten vor und dekorierte die Tische. Ein besonderes Highlight war für mich der 100. Geburtstag ei-ner Bewohnerin. Für sie haben wir den Speisesaal ausschließlich für ihre Familie und Freunde reserviert und sehr festlich dekoriert. Ich durfte selbst eindecken. Herr Loederich wusste schon, dass ich die Aufgabe nach seinen Wünschen er-fülle. Wir arbeiten Hand in Hand und ergänzen uns sehr gut. Natürlich gab es auch mal eine Rüge, wenn etwas nicht so richtig gelaufen ist. Aber durch Feh-ler lernt man ja auch. In der Wäscherei fühle ich mich besonders wohl. Auch hier habe ich ganz unterschiedliche Aufgaben. Die Wäsche will nicht nur einfach gewaschen, getrocknet und gebügelt werden. Beim Waschen muss ich genau aufpassen, welche Mittel ich verwende, damit die Textilien keinen Schaden nehmen. Außerdem müssen wir bei Allergikern aufpassen, welche Reinigungsmittel wir verwenden, berücksichtigen die Hygienestandards und dürfen auch den wirtschaftlichen Aspekt nicht aus dem Auge verlieren. Darüber hinaus habe ich im Blick, ob die Bewohner genug Kleidungsstücke haben. Ich kann auf einen Fundus an Wäschestücken ehemaliger Bewohner zurückgreifen. Und wenn ich sehe, dass etwas kaputt ist, nähe ich es schnell wieder zusammen.“ Das passt sehr gut zu ihrem Hobby, denn in ihrer Frei-zeit näht und häkelt Angelika Lichter gerne oder strickt ihren Angehörigen auch mal was zu Weihnachten. Da-bei ist sie Perfektionistin. So wie auch beim Backen ihrer Lieblingsleckerei, der Schwarzwälder Kirschtorte. Da muss jede Kirsche perfekt sitzen.

Angelika Lichter übernahm nach ihrem Abschluss eine weitere wichtige Aufgabe. Sie ist jetzt Patin der neuen Azubis und damit Ansprechpartnerin für alle Fragen zur Ausbildung und zu schuli-schen Themen. Sie ist neben Michael Loederich also direkte Ansprechpartnerin. „Manchmal ist es einfacher, auf Kol-legen-Ebene zu kommunizieren“, erklärt Michael Loederich seine Entscheidung. „Mir fällt richtig auf, dass es in meinem Team angenehm ruhig geworden ist. Wir haben ein harmonisches Miteinander und können uns aufeinander verlas-sen“, freut er sich. Angelika Lichter hat aber nicht nur die Entwicklung der Azubis, sondern auch ihre eigene im Blick und große Ziele. Zunächst möchte sie weitere Berufserfahrung sammeln und in ein paar Jahren ihren Meister machen. „Damit könnte ich dann sogar selbst ausbilden“, erzählt sie. „Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, mein Wissen als Lehrerin weiterzugeben.“ Michael Loederich freut sich über die Zukunftspläne seiner Mitarbeiterin und unterstützt sie bei diesem Ziel sehr gerne. „Die Weiterquali?zierung meiner Mitarbeiter ist mir sehr wichtig. Ich freue mich, wenn sie ihre eigenen Pläne verwirklichen möchten. Darüber hinaus biete ich meinem Team Seminare zu Themen wie dem Umgang mit dementen Bewohnern, Kommunikation und Umgang mit Kritik an. So bekommen sie Sicherheit in ihrem Berufsalltag“, sagt er.