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Das LanzCarré in Mannheim – Wo einst Traktoren gebaut wurden, entsteht heute hochwertiger Wohnraum für Generationen

 –  Jubi20

Das LanzCarré in Mannheim, eine Projektentwicklung der Unternehmensgruppe DIRINGER & SCHEIDEL, ist seit dem Frühjahr im Bau. Es entsteht auf geschichtsträchtigem Boden. Interview mit Herrn Scheidel, Geschäftsführer von DIRINGER & SCHEIDEL, Wohn- und Gewerbebau GmbH (Immobilienbrief Nr. 3, Oktober 2008).

Historie

1860 gründete der junge Kaufmann Heinrich Lanz mit nur zwei Angestellten im präferierten Mannheimer Stadtteil Lindenhof seine erste Reparaturwerkstatt. 30 Jahre später hatte Lanz den Weltmarkt bereits erobert und rangierte auf Platz zwei der Landmaschinenproduktion. Sein Unternehmen, bereits 1925 Aktiengesellschaft, schrieb unternehmerische Erfolgsgeschichte. 1956 übernahm schließlich der amerikanische Landmaschinenhersteller John Deere die Mehrheit an der Heinrich Lanz AG.

Heute sind die John Deere Werke Mannheim die zweitgrößte Fabrik des Konzerns außerhalb der USA mit 2.700 Mitarbeitern. Mit der diesjährigen Eröffnung der neuen europäischen Hauptverwaltung und des John Deere Forums unterstrich der Konzern erneut seine Verbundenheit mit Mannheim und der Region.

Auch die seit über 80 Jahren eigentümergeführte Unternehmensgruppe DIRINGER & SCHEIDEL mit insgesamt 1.400 Mitarbeitern und dem geschäftsführenden Gesellschafter Heinz Scheidel an ihrer Spitze ist Mannheim und in besonderer Weise auch John Deere verbunden: 2006 erwarb man jene nicht mehr benötigte Teilfläche des ehemaligen Lanz-Areals, auf der nun das LanzCarré entsteht.

Als IKB freuen wir uns, den 1. Bauabschnitt, der ein Nahversorgungszentrum und eine Pflegeeinrichtung umfasst, begleiten zu dürfen. Im Frühjahr 2009 wird die Übergabe an die gewerblichen Mieter erfolgen. Im 2. Bauabschnitt entstehen 157 Eigentumswohnungen für verschiedene Generationen und ein Hotel.

Interview

Herr Scheidel, was hat Sie dazu bewogen, sich an ein ehemaliges Industrieareal zu wagen?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Als Mannheimer mit Firmensitz im benachbarten Stadtteil Neckarau sind uns selbstverständlich die Standortbedingungen im Lindenhof bestens vertraut. Dieser Stadtteil zählte aufgrund seiner Naherholungsgebiete entlang des Rheins und seiner Stadtnähe schon immer zu den Top-Wohnlagen Mannheims. Der Standort des LanzCarrés befindet sich in fußläufiger Entfernung zum Hauptbahnhof und zur Mannheimer Innenstadt. Neben unserem Kerngeschäft, dem Bauen, betreiben wir seit nunmehr 30 Jahren auch Projektentwicklung. Wir haben die entwicklungsfähigen Gebiete sehr genau im Auge und verfolgen zahlreiche Kontakte.

Wie häufig im Leben, findet dann eines zum anderen. 2001 beschäftigten wir uns mit der Realisierung unseres Stadtquartiers „am LANZGARTEN“ in der direkten Nachbarschaft unseres jetzigen LanzCarrés. Aufgrund dessen neuen Architektur- und Dienstleistungskonzepts waren wir damit auch überregional in der Fachpresse vertreten. Da erreichten uns Anfragen nach Büroflächen am Standort Lindenhof von Seiten der Victoria Versicherung, die wir aber „am LANZGARTEN“ in der gewünschten Größenordnung nicht bieten konnten.

Wir machten uns also auf die Suche und befassten uns zunächst mit den brachliegenden Flächen der Deutschen Bahn entlang der Lindenhofer Gemarkung. Mit John Deere wiederum standen wir gleichzeitig wegen der Anmietung der Büroflächen „am LANZGARTEN“ bereits in Kontakt. So kamen wir letztlich zu dem heutigen Areal des LanzCarrés. Die städteplanerische Neuordnung für den gesamten Lindenhofer Randbereich war aber durchaus schon in früheren Zeiten von der Kommune immer wieder angedacht worden. Unsere baurechtliche Anfrage bezüglich der zukünftigen Nutzung des ehemaligen John-Deere-Areals gab die Initialzündung. Nun sollte also das gesamte Gebiet vom Hauptbahnhof bis zu John Deere eine städteplanerische Neuordnung und Entwicklung erfahren.

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Deutsche-Bahn-Tochter VIVICO schrieben wir einen Wettbewerb für die Entwicklung eines städtebaulichen Rahmenplans aus. Herausgekommen ist eine beeindruckende Planung für das gesamte Gebiet unter dem Namen „Mannheim 21“, in dessen Mittelpunkt sich ein riesiger Park mit 25.000 m² Grünlandschaft befinden wird, nach seiner Realisierung genau „vor der Haustür“ des LanzCarrés. Entlang der in Richtung ehemaliger Bahngleise verlegten Verkehrsadern sind Bürogebäude wie zum Beispiel das neue Gründerzentrum MAFINEX der Stadt Mannheim für junge Dienstleistungsunternehmen, im Innenbereich des Gebiets überwiegend Flächen für eine wohnwirtschaftliche Nutzung vorgesehen. Die Victoria Versicherung machte 2005 den Anfang und bezog gegenüber dem Hauptbahnhof den Victoria-Turm. In diesem Jahr folgen nun MAFINEX und unser erster Bauabschnitt des LanzCarrés im kommenden Frühjahr, die Eigentumswohnungen und das Hotel dann zum Herbst.

Und wie kommen Sie zu der Verbindung Service-Wohnen und Pflege?

Zunächst einmal beschäftigen wir uns schon seit über 10 Jahren mit verschiedenen Konzepten für Service-Immobilien. Hierzu zählten zuerst Hotels, die – als baulich eigenständiger Gebäudeteil und zugleich integriert in eine Wohnanlage – auch für die Wohnungseigentümer verschiedenste Serviceleistungen anbieten, um sie in ihrem Alltag zu entlasten.

In einer Dienstleistungsgesellschaft mit immer mehr Unternehmen, die auf die Mobilität ihrer Arbeitnehmer und flexible Arbeitszeiten setzen, muss auch der Alltag entsprechend gestaltet werden. Unsere Tochter ARIVA Hotel GmbH unter Leitung von Hoteldirektor Leandros Kalogerakis betreibt zurzeit in Mannheim zwei Hotels, das dritte wird nun im LanzCarré hinzukommen. Ein weiteres Haus ist in der Innenstadt geplant.

Die demographische Entwicklung in unserem Land macht es zudem erforderlich, über seniorengerechtes Wohnen neu nachzudenken. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass heutige Senioren nicht auf der grünen Wiese ihren Lebensabend verbringen möchten, sondern weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben wollen. Also sind zentrumsnahe Wohnanlagen gefragt.

Zugleich fallen im Krankheitsfall zunehmend Familienmitglieder als betreuende Personen weg, da viele aufgrund ihrer Berufstätigkeit nicht mehr am gleichen Ort wohnen. Senioren wünschen sich also nicht nur einen altersgerechten Wohnkomfort, sondern auch Sicherheit im Krankheitsfall. Nicht zu unterschätzen ist auch das Bedürfnis, innerhalb einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten etwas zu unternehmen anstatt alleine in der bisherigen Wohnung oder im eigenen Haus zu leben. Genau diese Bedürfnisse lassen sich in einer Wohnanlage am besten verwirklichen, in der Senioren und Seniorinnen in einem eigenen Gebäude nicht nur komfortabel wohnen, sondern zudem adäquate Gemeinschaftsflächen wie Veranstaltungs-, Clubraum- und Wellnessbereich vorfinden sowie verschiedenste Serviceleistungen auf Wunsch abrufen können und zugleich mit einer Einrichtung verbunden sind, die auch stationäre Pflege für den Ernstfall bietet.

Deshalb haben wir im Jahr 2000 die avendi Senioren Service GmbH mit mittlerweile sechs Einrichtungen und 250 Mitarbeitern gegründet. Sie steht unter der Leitung unseres Geschäftsführers RA Patrick Weiss, der seine jahrelange Erfahrung auf dem Pflegesektor von Anfang an mit einbrachte. Das Konzept des „verbundenen Wohnens“ hat auch den Erfolg unseres Stadtquartiers „am LANZGARTEN“ in Mannheim-Lindenhof begründet, wo der Anteil der Senioren überdurchschnittlich hoch ist.

Sehen Sie Synergieeffekte zwischen den beiden Standorten „am LANZGARTEN“ und „LanzCarré“ und wenn ja, was versprechen Sie sich davon?

Selbstverständlich. Im Stadtquartier „am LANZGARTEN“ befinden sich ein komplettes Gesundheitszentrum, Ärzte, ein Physiotherapeut, aber auch ein Restaurant, ein Friseur und die Bürgerdienste der Stadt Mannheim. Im LanzCarré wiederum bieten der Vollversorger REWE und die Rossmann Drogeriemarktkette ein umfangreiches Warensortiment für den Alltag. Gäste lassen sich zudem im Hotel des LanzCarrés in nächster Nähe unterbringen. Gerade für ältere Menschen ist dies eine Erleichterung. Und die Veranstaltungsräumlichkeiten sind dort noch größer, sodass auch größere Konzerte etc. im LanzCarré stattfinden werden – insgesamt für beide Wohnanlagen ein Gewinn.

Wie viele Menschen werden im LanzCarré ein neues Zuhause finden?

Es stehen 87 Senioren-Service-Eigentumswohnungen und 70 klassische Eigentumswohnungen zur Verfügung, also insgesamt Wohnraum für ca. 300 Menschen.

Bezogen auf den Mannheimer Immobilienmarkt bewegen Sie eine beachtliche Investitionssumme auf diesem Gelände. Sehen Sie hier ausreichend Bedarf?

Wir sprechen über rd. 70 Mio. Euro. Ich bin überzeugt, dass der Bedarf an Eigentumswohnungen in Mannheim-Lindenhof auch langfristig noch nicht gedeckt ist. Einen Hinweis liefert uns die aktuelle Nachfrage nach unseren Wohnungen: Unser Verkaufsstand beträgt seit Vertriebsstart im April schon über 30 %.

Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit der IKB? Auch oder insbesondere in Zeiten der allgemeinen Finanzkrise?

Die Zusammenarbeit mit der IKB hat sich als wirkliche Bereicherung dargestellt. Nicht nur fachlich, sondern auch zwischenmenschlich kann man über ein partnerschaftliches Miteinander resümieren. Die Baumaßnahme wurde konstruktiv und innovativer als von anderen Wettbewerbern angegangen. Natürlich gab es während der Phase der täglichen Hiobsbotschaften über die IKB ständige Seitenhiebe von anderen Wettbewerbern der IKB. Hier hat sich aber die IKB als wirklich verlässlicher Partner erwiesen und die gemachten Zusagen eingehalten.

Sind Sie mit dem Verlauf der Betreuung durch die IKB in der Bauzeitphase zufrieden?

Auch in der Bauzeitphase wurde professionell gearbeitet. Die Teilabrufe nach Bautenstand wurden unkompliziert und prompt bearbeitet. Die Abwicklung mit dem Hausgutachter, die von uns zunächst kritisch eingeschätzt wurde, erwies sich bis heute als zielorientiert und schlank. Wir hoffen, dass uns die IKB in der schlagkräftigen Form, wie sie sich heute präsentiert, auch zukünftig erhalten bleibt.

Zahlen und Fakten zum 1. Bauabschnitt des Projekts LanzCarré

Baujahr2008/Frühjahr 2009
Handelsflächeca. 1.550 m²
Pflegeplätze120
Pflegewohnungen18 (Premiumpflege)
Investitionsvolumenca. 21 Mio. EUR
Mieter HandelsflächenREWE und Rossmann Drogeriemarkt
Betreiberin Pflegeeinrichtungavendi Senioren Service GmbH
Grundstücksgröße13.500 m²
Gartenlandschaft im Innern des Carrés5.000 m²

 

Im 2. Bauabschnitt werden 157 Eigentumswohnungen und ein Hotel mit 76 Betten, Kat. 3 Sterne plus errichtet. Betreiberin ist die ARIVA Hotel GmbH. Mit dem Bau des 2. Bauabschnitts wurde Ende Juni 2008 begonnen.