Schnee von gestern mit Spuren von heute
PALAIS BOSE - Das dritte Treffen zwischen Schülern der fünften Klassen der „Schule am Rathaus“ mit interessierten Senioren unseres Hauses passte zum diesjährigen Winterwetter. Denn die Schüler wollten gerne erfahren, wie die Winter vor 70 bis 80 Jahren so waren. Nicht nur die Tatsache, dass diese früher viel kälter und länger waren, war interessant, sondern auch, was es damals alles noch nicht gab und was man tun musste, um über die kalten Tage zu kommen. Auch wollten die Schüler wissen, welche Pflichten die Kinder im Haushalt hatten. Die Schüler merkten schnell, was sie dank der modernen Technik heute nicht mehr machen müssen. Dazu zählt z. B. Holz aus dem Wald holen und hacken, Holz und Kohlen aus dem Keller oder Schuppen hoch- bzw. reinholen, Feuer machen und die Feuerung bewachen, damit sie nicht ausgeht. Selbst das Schneeschieben wird heutzutage meist von Servicefirmen übernommen. Auch Tiere im Stall müssen nur noch wenige Kinder versorgen. Deshalb hat man heute viel mehr Freizeit, die man für sich oder zum Zusammensein mit Freunden nutzen kann. Leider sitzen aber viele Kinder die meiste Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer. Nur wenige müssen mit dem Hund spazieren gehen oder sich um ihre kleineren Geschwister kümmern.
Zum Schluss suchten die Schüler und Senioren noch nach einigen Spielen, mit denen man sich im Winter die Zeit vertreiben kann. Da fand man z. B. die „Mutter, die Speck schneidet“ und dabei immer einen Finger mehr wegschneidet, oder das „Schneeflockenweitpusten“, wobei die Schneeflocken hier aus Watte bestehen oder Spiele mit Strohhalmen, z.B. das „Papierkugel- oder Erbseneinsammeln“. Die Schüler hatten ihren Spaß beim Ausprobieren der verschiedenen Spiele.
Unterm Strich war es wieder einmal ein schöner gemeinsamer Nachmittag und alle waren sich einig: Plauderei und Spielen sind im Winter auch ein schöner Zeitvertreib.
Also, bis zum nächsten Mal.
verfasst von M.Weihmann, 03.02.2010






